Offener Kreis

                               Er ist ein Kreis,
+ der jedem offen steht, in den jede und jeder eintreten kann.Punkte um einen "offenen Kreis"
+ der für Themen offen steht, die Christen interessieren, über die sie sich informieren, über die sie reflektieren sollten.

+ der es ermöglichen soll, in guter protestantischer Tradition, sich in die gegenwärtigen Diskussionen unserer Zeit in den unterschiedlichsten Diskursfeldern einzumischen.

+ der sich als Möglichkeit sieht, die Generationen der Kirchengemeinde zusammen zu bringen, einen Meinungsaustausch zwischen den Generationen zu ermöglichen und sich damit einer der großen Herausforderungen der aktuellen Gemeindearbeit zu stellen.

+ der den Reichtum der personellen Ressourcen herausstellt, über den die Gemeinde verfügt, sollen es doch oft Gemeindemitglieder sein, lokal, regional, die zu den ausgewählten Themen referieren. Auch dadurch erhöht die Kirchengemeinde ihre Attraktivität.

+ für den ein Vorbereitungsteam jährlich etwa sechs Veranstaltungen plant.

Das Programm trägt der Kirchenvorstand.
 
 
Programm 2020
 
 
Schilder mit verschiedenen OptionenKirchen - Kuchen - Kandidaten
vor der Kommunalwahl im März 2020
Sonntag, 2. Februar 2020 ab 15 Uhr
in der Westtorhalle
 
Am 15. März 2020 werden in den Kommunen in Bayern neue Gemeinderäte und Bürgermeister gewählt. Die christlichen Kirchen in Murnau (katholisch, lutherisch, baptistisch und neuapostolisch) folgen im Blick auf die Politik der biblischen Devise "Suchet der Stadt Bestes" (Jeremia 29,7). Deshalb bieten wir die Möglichkeit, sich vor der Wahl persönlich ein Bild von den Kandidatinnen und Kandidaten für das Bürgermeisteramt zu machen.
Sie sind eingeladen, dort miteinander ins Gespräch zu kommen und sich den Fragen der Wählerinnen und Wähler zu stellen.
Für das leibliche Wohl wird durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen gesorgt sein.
 

 
Die Alten und die Jungen
Der Stechlin - Nachschlag zum Jubiläumsjahr von Theodor Fontane
Donnerstag, 16. Januar um 19 Uhr
im Gemeindehaus der Christuskirche
 
Was habe ich mir gedacht, als ich dieses Thema für den Offenen Kreis vorschlug? Vor zweihundert Jahren wurde Theodor Fontane geboren. Er musste ein Leben voller Widersprüche führen, er ist also für uns sehr aktuell. Selbst die Schullektüre von Effi Briest, selbst Hanna Schygulla als Effi hat Fontanes Roman nicht geschadet.
Fontane beschreibt das alte, das gelassene Deutschland, Stechlin ist ein Konservativer und doch kein Reaktionär. und warum dann gerade Der Stechlin? "Zum Schluss stirbt ein Alter und zwei Junge heiraten sich - das ist ziemlich alles, was auf 500 Seiten geschieht." Alles was Fontane damit über seinen Roman äußert, trifft zu und auch wieder nicht. Tatsächlich, es geschieht wenig und doch ist es ungemein spannend. Und welche Sinnlichkeit seine Sprache besitzt. Diesen Fontane-Sound will ich versuchen, aufzuspüren. Alles witzige, ironische Plauderei, funkelnde Dialoge, aus denen die Charaktere entstehen und mit ihnen die Geschichte. Es sind fast immer sehr sympathische Figuren, markant, oft skurril, die beim Lesen vor uns lebendig werden. Genug Argumente für die Wahl des Themas? Also notieren!
Dieter Kirsch
 
 

 
 
Rückschau 2019
  1. Paul Klee: Engel - woher? wo? wohin?
  2. Albert von Schirnding: Thomas Mann: Die Josephsromane
  3. Soll ich meines Bruders Hüter sein?" Interreligiöses Gespräch zu Kain und Abel
  4. Thomas Mann in Polling
  5. Daniel Ernst "Offenbachiade" Jacques Offenbach zum 200. Todestag
  6. Thorsten Heinrich Attraktionen, Animationen. Illusionen Evangelische Circus- und Schaustellerseelsorge

 Rückschau 2018 
  1. Vom Platz der Seelsorge im Theologiestudium
  2. Johannes Volkmann Höhlen Geschichte, frei nach dem Höhlengleichnis von Platon
  3. Lange Nacht der Demokratie Kirche, Demokratie und Ehrenamt - vier Beispiele
  4. Prof. Dr. Martin Hein: Medizinethische Fragen: Die Stimme der Kirche in der Gesellschaft
  5. Restauratorenfamilie Mack - Denkmalpflege mit Herz: Ein Lokaltermin auf dem Freskenhof in Obereglfing
  6. Kilian Sprau Gioacchino Rossini zum 150. Todestag
  7. Anders mit Texten umgehen: Eberhard Hadem: Nachdenken über Gott - Mystik Die Zukunft des Christentums
  8. Matthias Rieger: Vom Kraxenträger zum Großverleger - Karriere eines Augsburger Buchhändlers
  9. Marianne Kunisch Nothilfe Birgitta Wolf
  10. Christian Lehnert Hinauf und Hinab - Gedanken zu einer zeitgenössischen Liturgie
 
Rückschau 2017
  1. Gudrun Steineck: Ein Abend zu Clara Schumann
  2. Jürgen Eltzschig:Theodor Storm zum 200. Geburtstag
  3. Christoph Teichner: Zum 250. Todestag: Georg Philipp Telemann: ein Portrait-Musical
  4. Frank Steinbeck: Eine runde Sache - Ein Abend zum Geburtstag des Fahrrads
  5. Vom Glück die Blindheit zu ertragen
  6. Mein Blind Date mit dem Leben
  7. Begleiter auf allen Wegen: Aus der Arbeit im Ehrenamt mit Blinden
  8. Wie gefährdet ist unsere Demokratie
  9. Rudolf Herfurtner: Magdalena, Himmelstürmerin, Lesung und Gespräch
  10. Magdalena, Himmelstürmerin, Theateraufführung
  11. Gunther Wenz: Luthers Disput mit Erasmus von Rotterdam
 
Rückschau 2016
  1. Augenblick mal
  2. Über die Sorge um das gemeinsame Haus
  3. Max Reger zum hundertsten Todesjahr
  4. Brigitte Robeck: Franz Marc
  5. Fahrt ins Franz Marc Museum
  6. Entwicklungen der Tora
  7. Jan Hus
 
Rückschau 2015
  1. Prof. em. Dr. Gunther Wenz
  2. Das Konzil von Konstanz
    Ein Ereignis, das die Welt veränderte
  3. Prof. Dr. Dorothea Sattler,
    Leben wollen und sterben müssen
    Biografische Zugänge zur Bedeutung des Todes für die menschliche Existenz
  4. Jürgen Eltzschig, Matthias Claudius
    Der Mond ist aufgegangen
  5. Lovis Corinth „Das Hohe Lied“
  6. Gudrun Steineck, Christoph Garbe undder Chor der evangelischen Kirchengemeinde Murnau
    Johann Sebastian Bach, der fünfte Evangelist
  7. Edith Öxler
    Wenn das Leben langsam anders wird
 
Rückschau 2014
  1. Jürgen Gergov & Dieter Kirsch
    Und auf einmal steht es neben dir
    Joachim Ringelnatz zum 80. Todestag
  2. Karikaturen in der Kirche
  3. „Narren soll man nicht über Eier setzen.“
    Günther Beckstein dazu, ehemals Innenminister, 
  4. Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht                                               Edgar Reitz in Murnau
  5. Hildegard von Bingen
  6. Was ist ein Muslim?
    Antworten des Islambeauftragtender bayerischen Landeskirche
    Dr. Rainer Oechslen
 
Rückschau 2013
  1. Warum wurden Sie gewählt?
  2. Klaus Barthel, Mitglied des Deutschen Bundestages, Dr. Klaus Goppel und Florian Streibl, beide Mitglieder des Bayerischen Landtages,
  3. "Ich habe euch kein Frauengeschwätz geschrieben“
  4. Was wir von Argula von Grumbach lernen können
  5. Der Islam als Anfrage an meinen Glauben 
  6. Ethik in der Medizin - Vom Umgang
    mit den Grenzen des Lebens
  7. Aus dem Leben eines Klinikclowns
 
Rückschau 2012
  1. Amalie + Gustav Mahler Gudrun Steineck + Hans-Peter Schäfer
  2. Jugend im 21. Jahrhundert (AT) Andreas Fach m.a.
  3. In Allahs Hand 
  4. Das Phänomen Terrorismus
  5. In Allahs Hand – eine nostalgische Orientreise
  6. Von Gott und den Menschen – Was ist Rechtfertigung?
  7. Lebensmittelklarheit, was essen wir 
 
Rückschau 2011
  1. Über Gott und die Welt
  2. Ostern - Das Urdatum des Christentums
  3. Der Schein trügt
  4. Gott hat mir ein Lachen zugerichtet
 
Rückschau 2010
  1. Johann Peter Hebel zu seinem 250. Geburtstag
  2. Ökumenischer Friedensdienst für Palästina und Israel
  3. Einstimmung auf der Ökumenischen Kirchentag 12.-16.05. München
  4. Christsein in China
  5. Kurt Tucholsky
  6. Projekt Heimat
  7. „...damit Geld dient und nicht regiert!“
 
Rückschau 2009
  1. Alois Prinz: Der erste Christ
  2. Albert Bischeltsrieder: Kriminalität im Internet
  3. Gudrun Steineck: Spuren der Sehnsucht folgen
    Die Geschwister Fanny und Felix Mendelssohn
  4. Hugo von Hofmannsthal
  5. Königin und wilde Frauen; Bilder einer neuen Weiblichkeit
  6. Das Chak-e-Wardak Hospital, ein Hilfsprojekt in Afganistan
  7. Besuch im Kloster bernried
  8. Ora et labora - Spiritualität der Klöster

 

Theaterfahrt

Woyzeck/Wozzeck

Wir haben 20 Eintrittskarten reserviert. Sie werden in der Reihenfolge des Eingangs von 20 Euro, bar auf dem Pfarramt abgegeben oder überwiesen auf das Konto des Pfarramtes 104471 bei der Sparkasse Murnau, BLZ 70351030 verteilt. Mit den zwanzig Euro sind Eintritt und Fahrt abgedeckt. Einen kleinen Fehlbetrag übernimmt die Kirchengemeinde.

Wir fahren am 20. Oktober, einem Sonntag, mit dem Zug um 17. 31 Uhr nach München und dann weiter mit der S-Bahn zum Marienplatz, um dann zu Fuß in zehn Minuten in den Kammerspielen in der Maximilianstraße zu sein. Zurück geht es mit dem Zug 23. 33 Uhr ab München. Eine Stunde später sind wir wieder in Murnau.

Barbara Wysocka inszeniert Georg Büchners „Woyzeck“ mit den Mitteln von Alban Bergs Oper. Darum der Doppeltitel „Woyzeck/Wozzeck“. Da das ganze im Werkraum der Kammerspiele in München stattfindet ist das Orchester der Oper auf drei Instrumente reduziert: Bratsche, Celesta, Schlagwerk. Die Wahl der Instrumente macht deutlich, dass Bergs Töne hier dazu dienen, eine psychotische Atmosphäre auszumalen, einen Ausdruck zu liefern einer geschundenen Seele in einer brutalen Welt.

Die Theaterfahrt steht im Zusammenhang mit einer Veranstaltung des Offenen Kreises zum zweihundertsten Geburtstag von Georg Büchner. Das Theatererlebnis soll unser Büchnerverständnis vertiefen.

Das geschieht dann am 21. November in unserem Gemeindehaus in Murnau.

Dieter Kirsch

 

Murnauer Kunst- und Kulturnacht

Vom Keller in den Kirchenraum - Graffiti-Ausstellung in der Christuskirche

Graffitis im Jugendraum, das ist nahezu selbstverständlich. Graffitis werden rasch mit Jugendlichen zusammengedacht. Sie illustrieren ihre Welt, ihre Möglichkeit, sich auszudrücken, sich abzureagieren, die Stimmung zu verbessern, ein Gruppengefühl zu schaffen. Sie drücken auch ihren Protest aus, zeigen ihre ganz andere Sprache.

Graffitis aber in der Kirche, gewissermaßen aus dem Kellerraum nach oben gebracht, wird das die Geister scheiden? Graffiti, dieser Vandalismus, als Kunst präsentieren? Zwei Jugendlichen hat die evangelische Kirchengemeinde die Gelegenheit gegeben, ihr Verständnis von Graffiti als Kunstform in der Christuskirche auszustellen.

Vom 25. September bis zum 7. Oktober zeigen Hugo Thorday und Michael Specht, was sie aus dem Angebot haben machen können. Was die Marktgemeinde mit MurnauMiteinander als Street Art Galerie begann, das setzt die Kirchengemeinde nun fort: Einen Dialog über Kunst und ihre Zeichen, einen Dialog zwischen den Generationen.

In der Kunstnacht nutzt eine Projektband der Kirchengemeinde das Dekor der Graffitis: Sie bietet einen Dialog der Musikstile, der Instrumente, der Spieler. Echtes musikalisches Crossover.