"Gottesdienst anders:
Kommt atmet auf"
Dieser Gottesdienst wird von einem Mitarbeiterteam unterschiedlicher Generationen getragen und gestaltet. Er wird durch moderne Kirchenlieder und persönlichen Freiraum zum Nachdenken, für Stille und Gebet geprägt. Weiterhin besteht die Möglichkeit, sich persönlich für bestimmte Lebensabschnitte segnen zu lassen. Der Gottesdienst legt besonders Wert darauf, alle Generationen anzusprechen.
Der „Gottesdienst anders: Kommt atmet auf“ ist ein Projekt, das zunächst auf ein Jahr begrenzt ist, um zu sehen wie er angenommen wird.

13 Junge und nicht mehr ganz so Junge aus allen Generationen bilden das motivierte „Gottesdienst anders“-Team: Irmi Zabel-Hierl, Artur Petker,Edith Scheiner, Birgit Herzberg, Anne Gutbrod, Thomas Fleckenstein,Anna-Karina Wittwer, Andreas Fach, Tilman Mitto, Fabi Warnstorff,Katharina Fach. Nicht auf dem Bild: Ehepaar Schaller.
Herausforderungen an Gottesdienste von heute:
Einer für alle oder alle für Einen:Durch die Geschichte hindurch war klar: am Sonntag geht man am Vormittagin den Gottesdienst: Einer für alle!
Mitte des letzten Jahrhunderts wuchs das Bedürfnis, auch in anderen Formen
Gottesdienste feiern zu können, und so entstanden Kinder-, Jugend-, Familien-,
oder Seniorengottesdienste, Motorrad-, Berg- oder Seegottesdienste, traditionelle und moderne Gottesdienste. Macht das Sinn für jede einzelne Zielgruppe einen eigenen Gottesdienst anzubieten?
Wo bleibt denn da die Gemeinde?
Muss man denn überall dem Zeitgeist hinterherlaufen! Das sind gewichtige
und berechtigte Fragen. Eine Kirchengemeinde kann sich in der Fülle der
Angebote natürlich vollends verzetteln, und ein Ort, an dem sich die Gesamtgemeinde trifft und wahrnimmt ist äußerst wünschenswert. Doch an zwei, drei unterschiedlichen regelmäßigen Formen kommt eine Kirchengemeinde wohl nicht mehr vorbei, um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, besonders in einer Kirchengemeinde mit 4000 Gemeindemitgliedern.
Die Musik: Früher galt: die Jungen mögen moderne Musik, die Älteren und Alten traditionelle Orgel oder klassische Musik. Das gilt heute nicht mehr. Es gibt 70-Jährige, diemit den Beatles und Rolling Stones groß geworden sind und diese Musik lieben, und es gibt Teenager, die traditionelle Musik ausgesprochen gerne hören.
Die Predigt:
Vertraut ist es den meisten, einer Predigt zu lauschen und den ein oder anderen
Gedanken für sich mitzunehmen. Oft herrscht aber auch der Wunsch, über
die Predigt ins Gespräch zu kommen oder im persönlichen stillen Gebet noch
im Gottesdienst darauf reagieren zu können.
Die Gemeinschaft:
Auch hier gibt es sehr unterschiedliche Bedürfnisse: Die einen gehen gerne
in den Gottesdienst, um für sich und für Gott zu sein. Im Anschluss zieht es
sie schnell wieder weiter. Die anderen kommen auch gerne wegen der Gemeinschaft untereinander, um mit vertrauten Menschen zusammen zu sein oder neue Menschen kennenzulernen.
Andreas Fach, Pfarrer